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Zu gut für die Tonne!

Kennst du das? Du kochst ein neues Gericht nach und bekommst manche Zutaten nur in größerer Menge im Supermarkt als im Rezept steht! Oder du fährst in den Urlaub oder auf Geschäftsreise und der Kühlschrank ist noch voll. Dann mach was Sinnvolles aus den Resten!

Bild Muelleimer ctvgs PixabayWenn du noch Beeren übrig hast…
Alle Beeren lassen sich gut einfrieren. Dann kannst du sie später tiefgekühlt zum Aromatisieren und zum Kühlen von Wasser oder anderen Getränken (Prosecco? Weinschorle?) verwenden oder im Shake verarbeiten.
Natürlich kannst du sie auch auftauen. Für die Beeren ohne härtere Haut wie Erdbeeren, Himbeeren oder Brombeeren, verwende ich gern ein Sieb und eine Schüssel darunter, damit der austretende Saft in die Schüssel tropfen kann und die Früchte hübsch bleiben.
Und wenn du Zeit und Lust hast, kannst du größere Mengen auch zum Sorbet verarbeiten.

Wenn du noch Gemüse oder Kräuter übrig hast…
Gemüse – insbesondere das feste Gemüse – mag die Kälte des Tiefkühlers! Egal ob du rohes oder gekochtes Gemüse hast, packe es in tiefkühlergeeignete, verschließbare Gefäße oder in Gefrierbeutel. Dann sparst du nicht nur Geld, weil du nichts wegschmeißt, sondern beim nächsten Kochen auch Zeit für das Schnippeln – und bei fertig zubereitetem Gemüse sogar noch mehr. Und Kräuter finden die niedrigen Temperaturen auch klasse.
Allerdings leidet bei sehr wasserhaltigen Lebensmitteln wie Gurke, Tomate, Kartoffel oder Salat die Knackigkeit nach dem Auftauen erheblich.

Wenn du noch Fleisch/Wurst übrig hast…
Wenn du noch rohes Fleisch hast, lässt es sich gut einfrieren. Das gleiche gilt für bereits gewürztes und gebratenes Fleisch, allerdings gibt es meiner (!) Meinung nach eine Ausnahme: Wenn das Fleisch in einer Sahnesauce ist, dann kann sich durch das Einfrieren die Textur der Sahne verändern, sie flockt aus. Sie wird also durch das Einfrieren nicht schlecht, aber das Mundgefühl kann sich ändern. Mir persönlich gefällt das nicht so gut. Von anderen wird schon mal empfohlen, Sahne-Reste einzufrieren. Das ist also tatsächlich nur meine persönliche Ansicht. Probiere es doch bitte lieber selbst aus, bevor du etwas wegschmeißt.

Falls du das Fleisch in Kokosmilch gekocht hast, verhält es sich anders. Diese Gerichte kannst du – auch nach meinem Geschmacksempfinden – gut einfrieren.

Wurst gefällt es ebenfalls im Tiefkühler – insbesondere, wenn es Wurst aus dem ganzen Stück ist, z.B. Putenbrust.

Wenn du noch Brot/Brötchen übrig hast…
Hier ist’s einfach: Ab in einen Plastikbüddel und dann in den Tiefkühler.

Wenn du noch Käse übrig hast…
Nicht jeder Käse mag die Kälte des Tiefkühlers: Wasserhaltige Sorten wie Frischkäse (dazu gehört auch Quark und Hüttenkäse) und Weichkäse (wie Camembert oder Roquefort) vertragen die Temperaturen nicht, Schnittkäse (wie Gouda, Bergkäse) aber schon. Hartkäse kann nach dem Auftauen krümelig werden. Um ihn trotzdem tiefzukühlen und danach gut weiterverwenden zu können, hilft es ihn bereits gerieben einzufrieren.

Wenn du noch Eier übrig hast…
Falls die Eier nicht so lang haltbar sind wie du unterwegs bist, dann sind sie ein klarer Fall für das Reiseproviant. Koche sie dir hart und packe sie als perfekten Snack für zwischendurch ein. Salzstreuer nicht vergessen!

Wenn du noch Milch oder Sahne übrig hast…
Milch sollte man leider auch nicht einfrieren. Aber du kannst dir vielleicht als schnelles Frühstück vor der Abreise noch einen Shake (mit Beeren) machen.
Sahne hingegen kannst du komplett im Becher einfrieren. Oder, falls der Becher schon offen ist, in Eiswürfelbechern portionieren und dann beim nächsten Kochen einfach mit zum Essen geben. Ich war überrascht über diesen Hinweis bei meiner Recherche, denn ich war bisher nicht so überzeugt davon. Aber ich werde dem Sahneeinfrieren eine zweite Chance geben…

Tipp: Eine deutliche Beschriftung mit Inhalt und Datumsangabe lohnt sich beim Einfrieren! Manchmal sind Lebensmittel im tiefgekühlten Zustand durch die Plastikbeutel nicht mehr so eindeutig zu identifizieren. Wahrscheinlich hat fast jeder schon mal so ein UFO (unidentified frozen object, ein unidentifizierbares, gefrorenes Objekt) im Tiefkühler entdeckt. Oder der Behälter ist zwar tiefkühlgeeignet, aber blickdicht. Und wer will schon etwas auftauen, auf was man gerade so gar keinen Appetit hat? Als wesentlich praktischer für die Behälterbeschriftung als die speziellen Gefrieretiketten hat sich bei mir Malerkrepp bewährt. Das Klebeband ist immer in der passenden Länge anwendbar, einfach wieder abzulösen – und günstiger als die Etiketten ist es allemal.


 

Freitag, 05 Juli 2019 06:00
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