040 / 42 93 69 70
  0172 / 413 01 65
Tesdorpfstraße 11 ⋅ 20148 Hamburg

Heute Fettleber, morgen Diabetes!

Leider ist es so krass… Warum?  Weil die Fettleber unbemerkt und mit falschem Essen zu fehlerhaftem Stoffwechsel und dauerhaftem (!) Ansteigen des Blutzuckerspiegels führt. Wie gesagt, ohne Schmerzen. Bei den meisten steigt der Bauchumfang, doch auch die Schlanken sind bei falscher Ernährung davon betroffen. In Deutschland sind laut einer Studie aus dem Jahr 2017 ca. 42% der 42-62jährigen* betroffen.

Aber nun mal schön der Reihe nach. Wie kommt es, dass so viele Menschen mit der Verfettung der Leber zu tun haben?
Die Entstehung der Fettleber basiert eigentlich auf zwei entscheidenden Dingen:

1. zu wenig Bewegung / Sport
    und gleichzeitig
2. zu viele Kohlenhydrate, insbesondere raffinierte Kohlenhydrate und Fruchtzucker, im Essen

Leber 226490233 XXL Sebastian KaulitzkiDer Körper ist bei diesem Lebensstil einfach überfordert. Er weiß einfach nicht, wohin er die Kohlenhydrate bringen soll. Eigentlich liefert er sie am liebsten in die Muskeln, dort sind die besten Speicher. Aber da die letzten Mahlzeiten auch viele Kohlenhydrate in die Muskulatur brachten und gleichzeitig keine durch Sport verbrannt wurden, sind die Muskelspeicher noch gefüllt. Die Leber nimmt die überschüssigen Kohlenhydrate und macht aus ihnen Fett…. Mist! Dieses Fett wird dann sowohl in der Leber gespeichert** als auch ins Blut abgegeben. Doppelt-Mist! Denn nun erhöhen sich auch die Blutfettwerte.
Die Kohlenhydrate, die immer wieder mit dem Essen von Pasta, Pizza, Brot und natürlich allem Süßen (auch und insbesondere den Getränken) im Körper landen, können nicht in die Muskeln („Wegen Überfüllung geschlossen!“). Und auch die Leber wird immer unwilliger, Kohlenhydrate aufzunehmen. Sie stellt sich taub – in der Fachsprache nennt sich der Zustand Insulinresistenz.
Doch leider ist das noch nicht das Ende der Geschichte: Wenn der Körper jetzt wieder und wieder Kohlenhydrate verstoffwechseln muss (weil sie einfach immer wieder auf dem Teller und dann im Bauch landen), macht keiner im Körper mehr gern den Job und nimmt sie auf. Das heißt, die Kohlenhydrate bleiben größtenteils im Blut. Und da haben wir nun den Salat! Denn diese erhöhte Zuckermenge im Blut kann unbemerkt Schaden anrichten. Der Fachmann spricht von der sogenannten chronischen Hyperglykämie (= permanent erhöhte Blutzuckerspiegel), die das Hauptcharakteristikum des
Typ 2 Diabetes ist.
Und was so richtig doof ist: Parallel dazu bekommt die Leber durch die oben erwähnte Insulinresistenz immer wieder das Fehlsignal, es fehle im Körper an Zucker… und gibt fleißig Zucker (Glukose) ins Blut ab, obwohl möglicherweise gerade keiner benötigt wird. Der Blutzuckerspiegel erhöht sich auch dadurch – das kann sogar zum erhöhten Blutzuckerspiegel am Morgen führen, obwohl gerade nichts gegessen wurde.

*  Quelle: Prof. Dr. Nicolai Worm in seinem Artikel „Ernährungstherapie der nicht-alkoholischen Fettleber“. Die Zahlen stammen aus einer Untersuchung
                in Mecklenburg-Vorpommern. 

** Man unterscheidet: Verfettung der Leber und Fettleber
                Verfettung der Leber: mehr als 5% der Leberzellen speichern Fett
                Fettleber: mehr als 50% der Leberzellen speichern Fett


Wenn du persönlich mehr dazu erfahren möchtest, schau doch mal unter folgenden Links:

Individuelle Beratung:     www.heikeniemeier.de/angebot/lebergesundheit
Kurse in kleiner Runde:  www.heikeniemeier.de/termine


Und hier gibt’s einen sehenswerten Beitrag von den Ernährungsdocs. Um die Fettleber geht es ab Minute 12: Die Lösung in dem Beitrag ist das Intervallfasten. Das kann man machen – und es gibt auch noch andere Lösungen. Wir helfen gern, die passende für dich zu finden.


 

Sonntag, 10 Februar 2019 09:57
Newsletter-Anmeldung

Haben Sie Appetit auf regelmäßige Infos über Ernährung & Essen, um Ihren Wissenshunger zu stillen? Dann können Sie mit unserem Newsletter etwa einmal monatlich kostenlos aktuelle Informationen bekommen.

Wenn Sie sich anmelden, erreichen Sie regelmäßig folgende Neuigkeiten:

  • Rezept(e) und Lebensmittel des Monats
  • Aktuelle Ernährungs- und Ess-Themen, die wir genauer unter die Lupe nehmen
  • Dit & dat, zum Beispiel neue empfehlenswerte Produkte, Tipps zur Motivation
  • Aktuelle Termine

Der Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden.