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Vitaminpräparate – viel hilft nicht immer viel!

Sie verbessern unsere Augen, stärken unsere Knochen, verschönern die Haut und sind für unseren Körper unentbehrlich. Die Rede ist von Vitaminen. All diese positiven Wirkungen geben uns das Gefühl, wir müssten Vitamine in Massen in uns reinschütten.

In der Werbung wird das noch unterstützt. Vitaminpräparate werden als Garanten für Gesundheit dargestellt und in Form von kleinen Tabletten oder Kapseln in einer riesigen Vielfalt verkauft. Und wir sind auch bereit, dafür viel Geld zu bezahlen: 1,2 Mrd. € wurden 2017 laut Statista.de* allein in Deutschland für Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben. Aber was bringen die teuren Pillen?

Richtig ist, dass unser Körper die meisten Vitamine nicht selbst herstellen kann. Wir müssen sie mit der Nahrung aufnehmen, denn sie sind für unseren Körper unentbehrlich. Jedes natürliche Lebensmittel bringt die unterschiedlichsten Vitamine mit sich. Deren feines Zusammenspiel ist wahrscheinlich das Geheimnis, warum wir sie aus Lebensmitteln besser aufnehmen können, als es (vielleicht jemals) aus Pillen & Co. geschehen wird. Die Herkunft, die Lagerung und die Art der Verarbeitung der Lebensmittel bestimmen die enthaltene Menge an Vitaminen, die unser Körper aufnehmen kann. Weil sich in unserem Essen dann ganz verschiedene Vitamine in einer variierenden Menge befinden, ist es wichtig, auf Abwechslung zu achten.

Schwangere oder stillende Frauen, Kinder oder auch ältere Menschen können einen höheren Bedarf an einigen Vitaminen haben. Auch bei Veganern oder Vegetariern kann sich sehr wahrscheinlich über längere Zeit ein Mangel entwickeln. Eine so entstandene Unterversorgung mit Vitaminen ist ernst zu nehmen. Unser Stoffwechsel kann dann nicht mehr richtig funktionieren, was – je nach fehlendem Vitamin – verschiedene Folgen haben kann.

Aber auch ein Zuviel an Vitaminen kann gefährlich sein. Bei einer Überversorgung mit Vitamin D kann es zum Beispiel zu Ablagerungen in den Blutbahnen kommen, die das Risiko für Erkrankungen wie Herzinfarkte erhöhen. Auch Schädigungen von Organen können beispielsweise durch Vitamin A und D begünstigt werden.

Bei gesunden Menschen werden durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung normalerweise alle Vitaminbedarfe gedeckt. Und dann kann man sich das Geld für die teuren Mittelchen sparen und in leckeres Gemüse, frisches Obst, fetthaltige Milchprodukte und auch andere hochwertige tierische Lebensmittel stecken.

Tipp! Wer das Gefühl hat, einen Mangel an Vitaminen zu haben, sollte dies erst beim Arzt checken lassen, bevor er wahllos Mittel mit versprochenen Wunderwirkungen einnimmt. Denn Zuviel ist Zuviel – und insgesamt ist Deutschland laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung kein Vitaminmangel-Land. Die einzigen Vitamine, deren Ergänzung für viele sinnvoll sind, sind Folsäure (für Frauen, die schwanger werden wollen) und Vitamin D. Doch wie gesagt: Bitte vorher checken lassen!

(Janina Kaiser)

*Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/974601/umfrage/umsatz-auf-dem-deutschen-markt-fuer-nahrungsergaenzungsmittel-nach-vertriebsweg/


 

Donnerstag, 19 März 2020 06:00
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