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Das Suppen-Wohlfühl-Geheimnis

Manche Suppen können es, andere nicht: glücklich und (lange) satt machen! Wenn du ein paar Details beachtest, zauberst du dir aus deiner nächsten Suppe ein kleines, großes Glücksgefühl…

Es gibt sie, die Suppen-Liebhaber und die Suppen-Kasper, also Menschen, die mit einer Suppe einfach nicht hinter dem Ofen hervorzulocken sind. Oder doch? Vielleicht gelingt es, wenn ein paar Dinge beachtet werden:

1. Wähle die Zutaten ganz nach deinem Geschmack aus und gehe dabei am besten in folgender Reihenfolge vor:
Die Grundlage einer guten Suppe ist natürlich neben Wasser bzw. Brühe das Gemüse. Suche dir daher ein Gemüse aus, das dir gefällt. Einige Gemüse (auch tiefgekühlt) sind in der Tat einfacher zu händeln als andere. Kürbis (Hokkaido-Kürbis musst du nicht schälen), Karotten, Kohlrabi, Brokkoli, Sellerie sind Klassiker unter den Suppengemüsen. Sie sind leicht zu verarbeiten. Schäle sie, schneide sie klein und koche sie in Gemüsebrühe. Je nachdem wie dick oder dünn du die Suppe magst, nimmst du entweder gleichviel Gemüse und in Wasser gelöste Brühe (für eher dicke Suppen) oder mehr Brühe für dünnere Suppen. Je nach Größe der Gemüsewürfel kochst du beides für 5-10 Minuten und könntest das Ganze eigentlich schon zur Suppe pürieren. Diese Suppe würde dir möglicherweise schon gefallen, aber besser wird sie, wenn du auch noch andere Zutaten dazu tust: Für eine cremigere Suppe benötigst du beispielsweise Sahne oder andere fetthaltige Milchprodukte, aber auch Kokosmilch oder ein Nussmus sind gute Varianten. Sinnvoll ist es für eine lange Sättigung auch etwas Eiweißhaltiges mit in die Suppe zu geben. Kreiere dabei ganz nach Lust und Laune: Als Topping oder mit in der Suppe schwimmend bieten sich in Stücke geschnittener Lachs (auch geräucherter Lachs) oder anderer Fisch, Gambas und Hühnchenbruststreifen an. Als Topping eignet sich auch geriebener oder gewürfelter Käse (Parmesan, Gouda, Mozzarella). Ich mag es gern, wenn meine Suppe noch mit einigen Nüssen bestreut wird.
Suppen nach diesem Schema haben übrigens nicht zu viel Energie, also Kalorien – und dass, obwohl du Sahne oder anderes mit hineingibst. Du kombinierst viel Kalorienarmes (Wasser/Brühe und Gemüse) mit etwas Kalorienhaltigem (Eiweiß und Fette), so dass am Ende die Mischung stimmt! Die Fachleute sprechen von einer guten Energiedichte, das heißt, eine Mahlzeit hat eine angemessene Menge an Kalorien pro Gewicht der Mahlzeit. Dazu unten bei Punkt 3 noch mehr.
Ohne Eiweiß und Fett ist die Suppe leider nicht lange sättigend, denn Gemüse und Wasser flutschen schnell durch deinen Magen. Und geschmacklich ist jede Suppe mit Eiweiß und Fett sowieso viel besser. Was wäre eine Minestrone schon ohne den Parmesan und den
Schuss Olivenöl?

2. Eine Suppe macht besonders etwas her, wenn sie alle vier Geschmäcker anspricht. Süß, sauer, salzig und bitter. Fangen wir hinten an: Bitter kommt immer aus dem Gemüse, salzig ist die Brühe. Für den (leichten) säuerlichen Geschmack kommt an eine gute Suppe beispielsweise (etwas) Essig oder auch Orangensaft. Letzterer liefert die süße Note gleich mit. Und falls du Essig wählst, verfeinere deine Suppe mit einer Prise Zucker, Honig oder anderem Süßungsmittel.
Der fünfte Geschmack „umami“ (aus dem japanischen für „lecker“, „wohlschmeckend“) wird übrigens aus den eiweißhaltigen Zutaten (z.B. Parmesan, Hühnchenbrust) gewonnen. Als Alternative könnte man auch Hefeflocken nehmen, denn die erzeugen auch den „Yummi“-Geschmack des umami. Aber bitte Vorsicht: Hefeflocken sind auch salzig, am besten nimmst du dann nur eine leicht gewürzte Brühe.

3. Für die Sättigung durch eine Mahlzeit und auch durch eine Suppe ist nicht nur die Kombination der Zutaten wie oben in Punkt 1 beschrieben wichtig, sondern auch das richtige Volumen und Gewicht der Suppe. Unser Magen mag es als Hauptmahlzeit gern, wenn sie zwischen
500–750 g Gewicht
bzw. 500–750 ml Volumen haben. Das ist so viel wie in eine 500 ml- bzw. 750 ml-Wasserflasche passt.

4. „Oh, nein, nicht pürieren!“ rief ein Kochkurs-Teilnehmer. Wir kennen uns schon lange und er hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass Suppen in den Kochkursen bei mir häufig püriert sind. Er mag das aber gar nicht so gern und bot an, das Rezept abzuwandeln, so dass die Suppe noch mehr zum Beißen hat. Ich freute mich sehr über das Feedback und es machte mir klar, dass auch das manchmal der Grund sein kann, warum Suppen nicht gemocht werden. Seitdem habe ich auch immer wieder Suppen in den Kochevents, die nicht püriert werden. So zum Beispiel ein guter Eintopf… Übrigens schmeckt auch der Kompromiss sehr gut: Vor dem Pürieren mit der Schaumkelle einfach nach Belieben mehr oder weniger Stücke kurz aus der Suppe heben, den verbliebenen Rest im Topf Pürieren und das Gemüse wieder hinzugeben.

Teller mit LOVE Kranich 17 pixabay xs5. Zum Glück beim Essen gehört auch Gemütlichkeit. Macht es euch schön und genießt euer Suppenglück!

Schaut mal in unsere Rezepte: Wir haben da ganz unterschiedliche für das Suppenglück!


Freitag, 08 November 2019 06:00
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